04 Dezember 2020

Der Verlorene Zwilling oder das unbekannte Leid im Mutterleib

Allgemein

Aussöhnung mit dem inneren Kind, das Gefühl nie anzukommen, Stets auf der Suche

War ich nicht alleine im Mutterleib? Ohne es zu wissen?

Viele Menschen leiden unter tiefen Verlustängsten, unerklärlichen Schuldgefühlen, Platzangst oder rennen und arbeiten für zwei. Als eine Ursache hat sich in vielen Gesprächen mit meinen Klienten immer wieder ein Thema herausgestellt - der vorgeburtliche Verlust eines Zwilling oder Drillings.

Diese Ursache ist selbst vielen Therapeuten heute noch weitgehend unbekannt und fließt daher auch selten in Behandlungen und Therapien ein. Da aber so viele Menschen betroffen sind, möchte ich hier zu diesem Thema informieren und Ursachen sowie Lösungsansätze aufzeigen. 

Wenn Sie nach dem Lesen dieses Artikels auch das Gefühl haben, das könnte die Ursache meiner Probleme sein, melden Sie sich gerne für ein unverbindliches Erstgespräch an. Machen Sie den ersten Schritt, vielen Menschen konnte ich bereits mit dem richtigen Ansatz den Weg in ein glücklicheres Leben ebnen.

Erklärung - was ist der verlorene Zwilling / Mehrling?

Der alleingeborene Zwilling (oder Mehrling) ist jemand, dessen Zwilling oder Geschwister in der Schwangerschaft im Mutterleib verstorben sind. Wir wissen heute, dass dies tiefe Spuren und Prägungen beim überlebenden Zwilling hinterlässt, die sich bis in das Erwachsensein auswirken.

Wie viele Schwangerschaften sind betroffen?

Zwillings- oder Mehrfachbefruchtungen finden laut aktueller embryologischer Forschung in ca. 30 % aller Befruchtungen statt. In ihrem Buch „Having Twins“ geht die Autorin Elisabeth Noble, die eine führende Kapazität auf dem Gebiet der vorgeburtlichen Psychologie ist, sogar davon aus, dass der Anteil von zwei oder mehr befruchteten Eizellen zu Beginn der Schwangerschaft zwischen 30 -80 Prozent liegt!

Das Licht der Welt als Zwillinge oder Mehrlinge erblicken jedoch nur 3 - 5%. Selbst wenn wir von der niedrigsten Zahl ausgehen sind immer noch 1/4 der Schwangerschaften und damit Menschen von diesem Verlust betroffen!

Mehrfach-Befruchtung - das unterschätzte Problem!

Durch vielfältige Ursachen wie z.B. Stress, Umweltgifte und Krankheiten bleibt der Kinderwunsch heute oft unerfüllt, denn etwa jedes sechste Paar in Deutschland ist ungewollt kinderlos. Durch den medizinische Fortschritt wird vieles möglich, Hormon-Behandlungen oder künstlichen Befruchtung helfen, den Traum vom eigenen Kind zu erfüllen. Dies führt allerdings zu einer viel höheren Anzahl am Mehrfach-Befruchtungen als früher. 

Die Mehrfachbefruchtung ist scheinbar kein Problem, führt jedoch zur Frage: 
Was passiert eigentlich mit den vielen, befruchteten Embryonen? 

Im Verlauf der Schwangerschaft werden diese früher oder später absterben. Die Auswirkungen auf die überlebenden Embryonen wurden erst in den letzten Jahren erforscht und haben sehr überraschende Ergebnisse und Lösungen gezeigt, die in immer mehr Beratungen und Coaching genutzt werden.

Was kann ein Fötus von seiner Umgebung wahrnehmen?

In der 5. Woche beginnt das Herz zu schlagen

In der 3. Schwangerschaftswoche funktioniert die Nabelschnur bereits als Verbindungsstück zwischen dem embryonalen Organismus und der Plazenta. Bereits ab dem 22. Tag, also in der 5. Schwangerschaftswoche, beginnt das Herz zu schlagen. Ab der 6. Woche ist der Herzschlag auch auf dem Ultraschall nachweisbar.

Für mich ist damit auch völlig klar, dass der Embryo merkt ob er zu zweit oder dritt im Mutterleib ist, alleine schon durch den Herzschlag des Geschwisterchens, den er fühlt und der sich auch über das Fruchtwasser überträgt, also spätestens ab diesem Moment nimmt er es wahr. Zusätzlich sind im Ultraschall erste Bewegungen bereits ab der 7. Schwangerschaftswoche sichtbar.

In der 8. Woche weitgehend fertig - bereits Reaktion auf Berührungen

Das ungeborene Kind ist in vieler Hinsicht nach den ersten 8 Wochen der Schwangerschaft weitgehend fertig und braucht nur noch auszureifen und zu wachsen, sich auf sein nachgeburtliches Leben vorbereiten, was für ein Wunder der Natur. 

Die Haut ist das erste Sinnesorgan, dass seine Funktion aufnimmt. Ihre Rezeptoren werden durch Berührungs-impulse aktiviert. Schon im Alter von 8 Wochen reagiert der Fötus, wenn etwas seine Lippen berührt. Er ist zu diesem Zeitpunkt ungefähr 2,5 cm groß.

Welche Beziehung ist intensiver - die zur Mutter oder zum Zwilling? 

Wir können annehmen, dass die Beziehung zwischen Mutter und Kind die intensivste Beziehung ist, die wir uns vorstellen können. Schließlich ist das Kind völlig abhängig von der Mutter und diese gibt Ihr Leben an das Kind weiter.

Doch ist das Geschwisterchen nicht viel näher - die beiden sind von Anbeginn gemeinsam in einem Raum aufgewachsen. Nachweislich ist die Verbindung zwischen Zwillingen, insbesondere eineiigen Zwillinge, die stärkste seelische Verbindung ist, die es gibt. Auch nach der Geburt stärker wie zu Mutter, Vater und natürlich anderen Geschwistern.

Wie wirkt sich Stress auf das ungeborene Kind aus?

Fakt ist: In jedem Fall kommen Kinder, die unangenehmen, im schlimmsten Fall tödlichen Einflüssen ausgesetzt waren, anders auf die Welt, als wenn es diese Einflüsse nicht gegeben hätte. Die frühkindlichen Probleme werden Einfluss auf das ganze Leben nehmen - mehr zu den Auswirkungen und Symptome im Erwachsensein hier.

Wann und was passiert bei der Trennung der Zwillinge?

In meiner Praxiserfahrung hat sich in vielen Fällen gezeigt, dass Trennungen meist in der 8. Schwangerschaftswoche passieren. Genau in der Zeit, in der das ungeborene Kind in vieler Hinsicht weitgehend fertig ist - das Stadium wo der Embryo zum Fötus wird.

Möglicherweise sorgt die Natur dafür, dass der Stärkere sich durchsetzt?

Das URTRAUMA - der Verlust des geliebten Zwillings

Stelle Dir einmal vor, das Herz schlägt und alles ist soweit bei dem Ungeborenen angelegt. Nun bekommt es im Mutterleib mit, wie ein oder mehrere „Geschwister“ absterben und absorbiert werden ... Du hast jetzt vielleicht die Erkenntnis, dass dies das erste Trauma ist, welches im innersten Bewusstsein des noch ungeborenen Kindes abgespeichert wird.

Dieser Verlust ist in meinen Augen das „URTRAUMA“ - es ist sehr oft die tiefsitzende, unbewusste Ursache für ganz viele Probleme im Leben dieser alleingeborenen Zwillinge.

Eine Folge des Trauma - Verlustangst und Trauer ein Leben lang

Im Laufe Ihres Lebens wird dieser Verlust in vielen Situationen wieder erlebt (sogenannte Referenz-Erlebnisse). Dieses festigen und nähren das Urtrauma, die daraus resultierenden Probleme verfestigen und verstärken sich.

Für den verlorenen Zwilling beginnt ein Leben  des Verlusts - es ist egal, ob eine lieb gewonnene Sache, ein Tier oder Mensch. Es kann auch ganz banal der Wechsel vom Kindergarten in die Schule sein, der Verlust der geliebten Kindergärtnerin wird als riesiger Verlust empfunden. 

Dann in der Grundschule die nette Klassenlehrerin, die dich 2 Jahre begleitet und der Lehrerwechsel. All diese Erlebnisse nähren das Urtrauma und du hast immer wieder Angst vor Verlust, vermutlich auch ganz extrem in deinen späteren Beziehungen zu Freunden/Partner/Partnerin und vielleicht auch im Job?

Probleme bzw. Symptome der verlorenen Zwillinge aus meiner Praxis?

  • Du fühlst dich immer alleine
    • Du hattest als Kind immer Angst als Du alleine gelassen wurdest?
    • War deine Lieblingspuppe/Stofftier verloren - Drama? (Geschwisterersatz?)
    • Du fühlst Dich einsam und verlassen und das selbst in Beziehungen?
    • Du spürst eine  innere Unruhe und ab und zu tiefe Traurigkeit, ohne erkennbaren Grund?
    • Du bist süchtig nach körperlicher Nähe?
    • Deine Beziehungen gehen on und off, Du hast Probleme mit Nähe und Distanz?
  • Dich plagen permanent Schuldgefühle ohne wirklichen Grund
    • Du bist an allem Schuld und kannst es niemand Recht machen?
    • Du bist einfach nicht gut genug und neigst dadurch zu Perfektionismus?
  • Du bist immer für andere da, auch auf Kosten deiner eigene Kräfte
    • Du tust ganz viel für die Anerkennung von anderen Menschen - sogenannte Leistungsliebe, denn Du bist nur gut genug, wenn du was leistest?
    • Mehr geben, wie nehmen? Als Erwachsener üben dieses Menschen oft einen sozialen, helfenden Beruf aus. 
  • Hochsensibel?
    • Hochsensible verfügen über ein hohes Einfühlungsvermögen , sind emotional stärker berührbar und fühlen intensiver.
    • Die Reizschwelle dieser Menschen liegt tiefer und es kann viel schneller zu einer Reizüberflutung kommen.
    • Du hast das Gefühl unsichtbar zu sein, andere Menschen nehmen dich einfach nicht wahr?
  • Angstgefühl und Ekel 
    • Panische Angst vor Berührungen und/oder auch Ekel vor bestimmten Körperteilen
    • Platzangst und gefühlte Enge ? ( z.B. Aufzug, Tunnel, ...)
    • Angst oder Ekel vor Flüssigkeiten wie Wasser oder Blut 
  • Depressionen und Burnout
    • Nie genug bekommen können, immer für 2 arbeiten müssen
    • Überversorgen von Menschen
    • Depressionen/Burnout bis hin zu Selbstmordgedanken (um unbewusst dem Geschwister nachzugehen?)
  • Körperliche Beschwerden
    • Rückenschmerzen, Krämpfe, Verdauungsprobleme
    • unerklärliche Entzündungen, Zysten oder Geschwüre
    • Frauen bleiben kinderlos oder erleiden Fehlgeburten 

Viele weitere Problemstellungen in unserem Leben können durch den frühkindlichen Verlust bedingt sein. Der Hintergrund für diese Probleme kann durch die räumliche Nähe zu den sterblichen Überresten des verstorbenen Zwillings in der Gebärmutter bedingt sein. 

Lösungsansätze - wie behandle ich als Coach?

Menschen, die länger an diesen Problemen leiden, haben bereits schon verschiedene Behandlungen hinter sich, doch konnten keine Lösung finden. Daher lege ich bei meiner Behandlung besonderen Wert auf eine gesamtheitliche Bewertung der Lebenssituation sowie der Lebenslinie des Klienten. Bereits im kostenfreien Erstgespräch prüfen wir, ob vielleicht auch andere Ursachen in Frage kommen.

In der Behandlung arbeiten wir mit flexiblen Methoden an der Wahrnehmung der Probleme, Lösung der Ursachen durch Annahme des bisherigen Lebens. Dabei nutze ich Verfahren, die auch unbewussten Überzeugungen bewusst machen. Besonders wichtig ist es dabei die Emotionen des Klienten wie Angst, Trauer und manchmal Wut anzunehmen und Ihnen eine Bedeutung für das Leben zu geben.

Ziel ist dem Klienten den Umgang mit dem Erlebten zu ermöglichen und diese Erfahrungen in sein Leben zu integrieren. Viele Klienten berichten, dass gerade diese Erfahrungen zu einem leichteren Leben führen. Beziehungen zu Partnern und Familie können sich damit klären und verbessern.

Nimm Dir Zeit für die Aufarbeitung dieses Trauma ❣️ Du bist es wert ❣️

Bücher, Verweise und Quellen zum Thema:

Bücher:

  • Evelyn Steinemann: Der verlorene Zwilling
  • Elisabeth Noble: Having Twins
  • Gerald Hüther und Ingeborg Weser: Das Geheimnis der ersten neun Monate

Verweise und Quellen:


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